Bewusstein


Im Bewußtsein ist mir bewußt,
Daß mein Bewußtsein sie spiegelt,
Die Welt, aber der Maßstab der
Spiegelung ist reduziert, denn
Der Spiegel er spiegelt nie alles,
Was ist, oder mir scheint
Welt zu sein. Sehr reduziert
Erscheint mir die Welt im
Bewußtsein, weil ja die Karte
Der Welt die Welt auch nicht
Wiedergibt eins zu eins, sondern:
Ich bin es, mein Selbst ist es,
Das transzendental (falsch) benannte,
Welches den Maßstab erzeugt, den
Maßstab des Messens im Sinnfeld
Der gespiegelten und doch nicht
Gespiegelten Welt als ein eins zu eins in meinem
Bewußtsein errechnetes Sinnprodukt,
Das ich selektiv wähle und nenne:
Seht doch, sie ist es: Die Welt,
Die mir, (sie ist, wie sie mir, scheinend)
Erscheint als von mir auswählend
Gewählte aus dem Nichtbenannten,
Dem nicht Benennbaren, dem
Unerkannten Etwas der Fülle um
Mich her, mich umgebend, umhüllend,
Wie ein Mantel, ein Fremder, aber:
Er wärmt mich und ist meines
Lebensausdrucks dunkle Hölle und helle Hülle.
 


Zwischentitel: Klarheit, chaotisch:
 


Zu Pfingsten, da reden sie,
Die Zungen, die fremden, sie
Sagen uns, was wir nicht wissen,
Was wir nicht kennen, aber:
Wir begreifen kaum die so klingend
Geredete Rede, doch sie
Meint eine Meinung, (die
Gelten mag oder auch nicht, für andere),
Welche gewiß (uns) weiterhilft
Beim Schreiten auf dem Wege
Vom Gestern übers Heute in
Ein Morgen, ein neues, das
Niemals gesehen zuvor weder
Du noch ich. Keiner von uns allen
Kann bezeugen, er wisse, was
Sie sagen, die Zungen, die flinken.
Doch nicht falscher Glaube ist es, keine
Trübe Gewißheit, die täuscht, sondern
Anschlußvoll uns öffnet die Tore
Der Welt unseres eigenen Sinns.