Borkum
Du westlichstes Eiland
Unsrer westöstlichen Reihe,
Ich lernte dich lieben,
Du fehlst mir heut‘ sehr.
Die Kraft deines Windes,
Seine stärkende Hand,
Ergreift meine Seele
Beim Denken nach Nord.
Hell leuchtet dein Riff
Vor’m inneren Auge,
Sein striktes Gebot:
Der Seehunde Ruhe:
Der Leuchtturm, der neue,
Ein mahnender Finger,
Er spricht zu mir tröstend:
Halt‘ stets deinen Kurs.
Im Westland das Treiben,
Lebende Ruhe im Ostland.
Am nördlichen Spülsaum
In Gedanken den Weg
Nach Hoge, dem Hörn,
Bedachtsam zu wandern,
Das klärt die Gedanken,
Beruhigt das Herz.
Zurück dann den Deichweg,
Am Seedeich, dem neuen,
Das Wattenmeer links,
gleicht Urzeitenland:
Bevölkert von Schwärmen
Der Vögel in Scharen,
Die lärmend und heiter
Ihr Futter erstreiten.
Entlang auch den Südstrand:
Funkmast und Quermarkenfeuer,
Zur Heimlichen Liebe,
Süddünen und Greune Stee.
Mit dem Bähnle zum alten Hafen,
An die Reede hinan:
Des Nationalparkschiffs
Leuchtendes, mahnendes Rot:
Feuerschiff Borkumriff,
Zeuge vergangener Zeiten,
Gedenkend der Männer
Im Stresse der Pflicht.
Ach, Borkum, du Helle,
Mein Herz klopft so bang:
Wann seh‘ ich dich wieder?
Dir meine Grüße: Herzlichen Dank